Einführung: Adverb – Was sind Adverbien? Was ist ihre Funktion?

Adverbien werden auch Umstandswörter genannt, was uns hilft, ihren Zweck zu identifizieren.
Ein Umstand ist das Wie? Wo? Wann? Warum? einer Handlung. Denkt dabei an Tätigkeiten, Geschehnisse, Verhältnisse, Eigenschaften oder Ereignisse.
Ausserdem sagt uns der Name Adverb (lat. ad = hin, hin zu), dass die Adverbien meist in der Nähe der Verben im Satz stehen. Ausnahmen dazu gibt es natürlich, aber diese einfache Regel ist ziemlich präzise! (Ausnahmen sind z.B Adverbien, die Partizipien, andere Adverbien oder auch Adjektive beschreiben).


Adverbien können nicht dekliniert werden, einige lassen sich jedoch steigern.

  • gern – lieber – am liebsten
  • oft – öfter – am häufigsten
  • gern – lieber – am liebsten
  • wohl – wohler – am wohlsten

Wie wir schon bei den Präpositionen gelernt haben, gibt es auch bei den Adverbien unterschiedliche Kategorien.

  • Adverbien der Zeit (Temporaladverbien) morgen, übermorgen, gestern, damals, neulich, bereits, schon, bald, nie, eben, kürzlich, oft, täglich, später, stündlich, immer, manchmal, zweimal zeitlebens, bisher, fortan, noch
  • A. des Ortes (Lokaladverbien) hier, da, dort, oben, unten, hinten, vorn, außen (draussen), innen (drinnen), links, rechts, nirgends, dorthin, aufwärts, hinüber, hinaus, hinein, heim, her, dorther, herauf, herunter
  • A. des Grundes (Kausaladverbien) deshalb, folglich, demnach, dazu, dafür, trotzdem, gleichwohl, nämlich, dennoch, deshalb, sonst
  • A. der Frage (Interrogativadverbien) wo, wann, wozu, womit, wie, warum
  • A. der Art (Modaladverbien) gern, leider, vielleicht, anders, vergebens, eilends, bestens, genug, so, sehr, überaus, schwerlich, nein, nicht, kaum, zwar, freilich, fast (Diese Liste enthält auch Partikel und Modalpartikel!)

Beispiele:
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